Hier und da: Voraussichtlich im März - Die Speicherstadt von eggertspiele

25.02.2010

Ein paar Tage vor der Nürnberger Messe habe ich hier unseren polnischen Lesern eine kleine Vorschau auf die Spieleneuheiten angeboten. Unter den meiner Meinung nach interessantesten Spielen der kommenden Saison hat auch "Die Speicherstadt" seinen Platz gefunden. Ich habe vor allem wirklich große Lust das Spiel zu spielen. Und nach der Kooperation des Verlags aus Hamburg mit dem polnischen Verlag Lacerta,  aus der die polnische Edition von Havanna resultierte, beobachten die Spieler Polens nun das Programm von eggertspiele mit deutlich größerem Interesse. Wo gerade der Weg schon gebahnt wurde...

So viel von mir, der Rest dieses Artikels ist eher eine reine Presseinfo. Die Spielbeschreibung unten kommt  - wenn ich mich nicht irre - direkt von dem Autor, Stefan Feld. Und am Ende findet man ein Promovideo, der  heute von dem Verlag online gestellt worden ist.


Als Hamburger Kaufmann zur Blütezeit der Speicherstadt haben die Spieler eine Reihe von Entscheidungen zu treffen. Aus einer ständig wechselnden Auslage von Karten müssen sich die Spieler Runde für Runde für die Karten entscheiden, die sie erwerben wollen. Die meisten Siegpunkte erhält man für erfüllte Aufträge. Die dafür benötigten Waren werden von den Handelsschiffen geliefert. Siegpunkte sind aber kein Geld und das ist nicht nur knapp, sondern auch Voraussetzung dafür, dass man überhaupt eine Karte erwerben kann. Deshalb gibt es für jede Warensorte eine Karte wie den Kaffeeröster, die die jeweiligen Waren direkt in Geld statt in Siegpunkte umwandelt. Die Feuerwehrleute sind ebenfalls wichtig, denn viermal im Spiel wird ein Feuer ausbrechen. Wer dann den geringsten Brandschutz hat, muss Siegpunktverluste in Kauf nehmen. Verschiedene Sonderkarten wie die Kontore, die Bank oder der Hafen sorgen für abwechslungsreiche Kartenauslagen, die in jedem Spiel anders sind.

Der Mechanismus der Kartenvergabe ist das zentrale Element des Spiels. Er ist ebenso einfach wie raffiniert. Jedem Spieler stehen drei Spielfiguren als Arbeiter zur Verfügung, die die Spieler reihum bei den ausliegenden Karten platzieren. Werden mehrere Figuren zu einer Karte gestellt, bilden sie eine aufsteigende Reihe. Nachdem alle Figuren platziert wurden, folgt der Erwerb der einzelnen Karten. Wer zuerst eine Figur zu einer Karte stellt, erhält als erster das Recht diese zu erwerben, allerdings muss er pro Figur,, die insgesamt bei der Karte platziert wurde, 1 Münze bezahlen. Will oder kann der das nicht, nimmt er seine Figur vom Spielplan und senkt damit automatisch den Kaufpreis der Karte für den nachfolgenden Spieler, der als zweiter eine Figur bei der Karte platziert hat, um 1 Münze.

So einfach die Regeln sind, so trickreich gestaltet sich das Platzieren der eigenen 3 Figuren. Mit seinen Figuren plant man nämlich nicht nur den Einsatz der eigenen Gelder, sondern nimmt auch direkt Einfluss auf den finanziellen Spielraum der Mitspieler. Dadurch entsteht sehr viel Raum für taktische Interaktion, ohne dass sich die einzelnen Spielzüge in die Länge ziehen. Wartezeiten für die Spieler gibt es praktisch nicht. Der flüssige Spielverlauf sorgt zusammen mit den variablen Kartenauslagen in jeder Besetzung von 2 bis 5 Spielern für ein abwechslungsreiches und herausforderndes Spielvergnügen. Die grafische Gestaltung von Michael Menzel und Harald Lieske transportieren ein atmosphärisch dichtes Spielgefühl, das von den massiven Geldmünzen noch unterstützt wird.

Nach Hamburgum hat der Verlag eggertspiele nun schon zum zweiten Mal thematisch Bezug auf seine regionalen Wurzeln genommen. Die Hamburger Speicherstadt ist eines der markantesten Wahrzeichen der Hansestadt und erinnert an die "romantische" Zeiten des Überseehandels, die das Spiel erneut aufleben lässt.


Quelle: Pressematerialien, eggertspiele.de

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