„Nicht zu fassen“ (Zoch Verlag) und „Bonnie and Clyde“ (Abacusspiele Verlag) sind die schönsten Spiele des Jahres. Auf der modell-hobby-spiel Messe in Leipzig wurden die beiden mit dem erstmals ausgelobten Spielgrafikpreis „Graf Ludo“ geehrt. Im Rahmen einer Festveranstaltung im Congress Center Leipzig (CCL) überreichte die Vize-Weltmeisterin im Kugelstoßen, Nadine Kleinert, die Auszeichnung in der Kategorie „Beste Kinderspielgrafik“ an Gabriela Silveira, die Grafikerin von „Nicht zu fassen“.Gleich an drei Grafiker geht der Preis in der Kategorie „Beste Familienspielgrafik“. Mirko Akira Suzuki, Martin Hoffmann und Claus Stephan, die Grafiker des Spiels „Bonnie and Clyde“, erhielten von Ralf Bartels, dem WM-Dritten im Kugelstoßen, den Siegerpokal.
Mit dem Spielgrafikpreis Graf Ludo werden Brettspiele ausgezeichnet, die aufgrund ihrer äußeren Gestaltung neue Akzente setzen. Hierzu zählen neben der Spieleschachtel auch die Anleitung sowie alle im Spiel einsetzbaren Figuren und Karten.
Aus einer Liste von jeweils zehn Spielen in den Kategorien „Beste Kinderspielgrafik“ und „Beste Familienspielgrafik“ wurden zunächst drei Favoriten nominiert. Einen Tag vor Beginn der modell-hobby-spiel ermittelte die Jury in einer finalen Sitzung die Sieger. Neben Spiele-journalisten gehören der Jury auch Grafiker und Branchenvertreter an.
Zur Begründung der Jury:
Beste Kinderspielgrafik: „Nicht zu fassen“ (Zoch Verlag), Grafikerin Gabriela SilveiraDie Gestaltung des Spiels überzeugt durch ihre Detailverliebtheit. So zeigen die dreidimensionalen Pappmöbel Objekte von allen Seiten. Ein Geißlein unter dem Bett blickt den Betrachter mal direkt, mal nur von der Seite an. Gleiches gilt für die Spielfiguren, die zwar alle die gleiche Form, aber ein individuelles Aussehen haben. Hervorzuheben ist die robuste Verarbeitung der Möbel, die auch kleinsten Kinderhänden Stand hält. Als besondere Dreingabe gefällt der Wolf in Form einer Fingerpuppe. Hier findet sich die liebevolle Umsetzung nach Vorgabe der Grafikerin wieder. Und selbst an das Innere der Schachtel wurde gedacht.
Beste Familienspielgrafik: „Bonnie and Clyde“ (Abacusspiele Verlag), Grafiker: Mirko Akira Suzuki, Martin Hoffmann und Claus StephanAusschlaggebend für den Sieg war die Gestaltung der Spielkarten. Aneinandergelegt erzählen sie die Geschichte des bekannten Gangsterpärchens. Die gesamte Bildsprache orientiert sich an der filmischen Umsetzung des Themas und nimmt den Betrachter mit auf eine Reise in das Amerika der 1930er-Jahre. Besonders hervorzuheben ist, dass nahezu alle Karten als Unikat gestaltet wurden. Dies unterstreicht die aufwändige Arbeit. Ungewöhnlich, aber passend sind zudem die Tatortfelder auf dem Spielplan in Form von Zeitungsausschnitten.
Quelle: Text und Bilder aus: www.graf-ludo.de
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