Das „spielerische Neuland Polen“ erweist sich als fruchtbarer Boden, auf dem die Brettspielkultur wächst und gedeiht. Nach den bereits etablierten Spiele-Conventions in Gliwice (Gleiwitz) und Wrocław (Breslau) – „Pionek“ und „Gratislavia“ – hat jetzt das erste Brettspiel-Festival in Brzeg stattgefunden. Brzeg, ehemals auch unter dem Namen „Brieg“ bekannt, ist ein sympathisches kleines Städtchen etwa 50 Kilometer südöstlich von Breslau gelegen, das als Sehenswürdigkeiten u.a. ein Piasten-Schloss, die mittelalterliche St.-Nikolaus-Kirche, malerische Bürgerhäuser aus Renaissance- und Barockzeiten sowie ein zentral auf dem Marktplatz gelegenes Rathaus aufzuweisen hat. Letzteres wurde nun vom 31. Januar bis zum 1. Februar für zwei Tage zur Anlaufstelle für begeisterte Brettspieler aus fast allen Teilen Polens.
Zwar stammte der Großteil der über 200 Besucher aus der Region (neben Brzeg selbst insbesondere Breslau und Oppeln), doch waren auch Gäste aus Warschau, Krakau, Thorn anzutreffen, und natürlich hatte sich auch aus Posen ein Teil des dortigen Spieleclubs „Gramajda“ auf die Reise gemacht. Mit dem Bahn fahrenden Teil der Posener Delegation machte auch ich mich morgens um 7.30 Uhr auf den etwa 3,5-stündigen Weg, und wie sich unterwegs gezeigt hat, ist es tatsächlich möglich, ein Spiel wie Galaxy Trucker auch in ruckelnden Zügen ohne Tisch zu spielen. Was echte Fans sind... – unnötig zu erwähnen, dass sich niemand sonst in unser Abteil hinein wagte.

Am späten Vormittag erreichten wir schließlich unser Ziel – das Rathaus, in dem das Spiel-Festival in stilvoller Atmosphäre bereits in vollem Gange war. Der Bürgermeister der Stadt, Wojciech Huczyński, hatte dankenswerterweise den sog. Stropowa-Saal zur Verfügung gestellt, in dem sich nun Tisch an Tisch reihte, an denen bereits bei unserem Eintreffen kräftig gespielt wurde. Am Ende des langen Saales stapelten sich die Spieleschachteln, aus denen man sich beständig mit Nachschub versorgen konnte. Parallel zu den Brettspielen standen in einem Nebenraum Carrom-Bretter zur Verfügung und fand außerdem ein Carrom-Turnier statt.
Wettkämpfe gab es außerdem in verschiedenen Disziplinen wie etwa Blokus, Pentago oder Pitchcar, wofür von diversen polnischen Verlagen gestiftete Spiele als Preise bereitstanden. Dank der Großzügigkeit der Spender konnte außerdem eine Lotterie veranstaltet werden, an der jeder Besucher des im Übrigen kostenlosen Spielefests teilnahm. Darüber hinaus waren natürlich auch Verkaufsstände aufgebaut und Vertreter verschiedener Verlage anwesend.

Die Organisatoren, Beata und Krzysztof Olszewski, leiteten die gesamte Veranstaltung, standen aber auch für ein kurzes Interview zur Verfügung.
Spiellust: Wie seid ihr auf die Idee gekommen, dieses Spiele-Festival auf die Beine zu stellen?
Beata & Krzysztof: Die Überlegung entstand während der Pionek-Convention im Juni 2008 in Gleiwitz. Dort haben wir uns gefragt, ob sich so etwas wohl auch in einer kleinen Stadt wie Brzeg ausrichten ließe. Zunächst hatten wir da so unsere Zweifel, doch Ryszard – ein guter Freund und unermüdlicher Unterstützer der Idee – meinte sofort „Aber klar! Das geht.“ Und so haben wir uns an die Vorbereitung gemacht.
Spiellust: Die Idee wurde in Brzeg offensichtlich gut aufgenommen – wie seid ihr denn an diesen schönen Saal gekommen?
Beata & Krzysztof: Wir haben das Projekt im Oktober dem Bürgermeister vorgestellt, der das Spiele-Festival für eine sehr gute Idee hielt – zum einen, um den Bürgern der Stadt zu zeigen, was es für tolle Brettspiele gibt, zum anderen aber auch, um Gäste nach Brzeg zu locken und das Spielefest somit als Werbung für die Stadt zu nutzen. Damit stand dann auch fest, dass wir den Stropowa-Saal nutzen durften, denn wenn das Rathaus schon einen so schönen Raum zu bieten hat, muss man ihn auch zeigen.
Spiellust: Wer hat euch sonst noch bei der Organisation der Veranstaltung unterstützt?
Beata & Krzysztof: Vor allem der Club „Koloseum“ aus Breslau, der sich durch Gratislavia bereits mit solchen Projekten auskennt. Die Club-Mitglieder stehen hier ebenfalls als Spieleerklärer bereit (erkennbar an den blauen T-Shirts).
Außerdem haben wir sehr positive Reaktionen von den Verlagen erhalten, die uns eine Reihe von Spielen als Preise zur Verfügung gestellt haben. Der Granna-Verlag bat dazu um die Ausrichtung eines Blokus-Turniers, welches wir neben anderen Turnieren an den beiden Veranstaltungstagen durchführen.

Offiziell war der Spielesaal am Samstag bis 20 Uhr geöffnet, doch zog ein Teil der passionierten Spieler im Anschluss daran noch in den Rathauskeller und spielte bis 22 Uhr im Restaurant weiter, welches übrigens extra für die Besucher des Spielefestes ein kostengünstiges Menü bereitstellte.
Zusammengefasst lässt sich sagen, dass der Besuch in Brzeg sich rundrum gelohnt hat. Angenehmes Ambiente, gute Stimmung, viele sympathische Besucher und natürlich Spiele, Spiele, Spiele... es steht zu hoffen, dass sich das Spiele-Festival in Brzeg auch zu einer festen Einrichtung im polnischen Spiele-Kalender werden wird.
Zwar stammte der Großteil der über 200 Besucher aus der Region (neben Brzeg selbst insbesondere Breslau und Oppeln), doch waren auch Gäste aus Warschau, Krakau, Thorn anzutreffen, und natürlich hatte sich auch aus Posen ein Teil des dortigen Spieleclubs „Gramajda“ auf die Reise gemacht. Mit dem Bahn fahrenden Teil der Posener Delegation machte auch ich mich morgens um 7.30 Uhr auf den etwa 3,5-stündigen Weg, und wie sich unterwegs gezeigt hat, ist es tatsächlich möglich, ein Spiel wie Galaxy Trucker auch in ruckelnden Zügen ohne Tisch zu spielen. Was echte Fans sind... – unnötig zu erwähnen, dass sich niemand sonst in unser Abteil hinein wagte.
Am späten Vormittag erreichten wir schließlich unser Ziel – das Rathaus, in dem das Spiel-Festival in stilvoller Atmosphäre bereits in vollem Gange war. Der Bürgermeister der Stadt, Wojciech Huczyński, hatte dankenswerterweise den sog. Stropowa-Saal zur Verfügung gestellt, in dem sich nun Tisch an Tisch reihte, an denen bereits bei unserem Eintreffen kräftig gespielt wurde. Am Ende des langen Saales stapelten sich die Spieleschachteln, aus denen man sich beständig mit Nachschub versorgen konnte. Parallel zu den Brettspielen standen in einem Nebenraum Carrom-Bretter zur Verfügung und fand außerdem ein Carrom-Turnier statt.
Wettkämpfe gab es außerdem in verschiedenen Disziplinen wie etwa Blokus, Pentago oder Pitchcar, wofür von diversen polnischen Verlagen gestiftete Spiele als Preise bereitstanden. Dank der Großzügigkeit der Spender konnte außerdem eine Lotterie veranstaltet werden, an der jeder Besucher des im Übrigen kostenlosen Spielefests teilnahm. Darüber hinaus waren natürlich auch Verkaufsstände aufgebaut und Vertreter verschiedener Verlage anwesend.
Die Organisatoren, Beata und Krzysztof Olszewski, leiteten die gesamte Veranstaltung, standen aber auch für ein kurzes Interview zur Verfügung.
Spiellust: Wie seid ihr auf die Idee gekommen, dieses Spiele-Festival auf die Beine zu stellen?
Beata & Krzysztof: Die Überlegung entstand während der Pionek-Convention im Juni 2008 in Gleiwitz. Dort haben wir uns gefragt, ob sich so etwas wohl auch in einer kleinen Stadt wie Brzeg ausrichten ließe. Zunächst hatten wir da so unsere Zweifel, doch Ryszard – ein guter Freund und unermüdlicher Unterstützer der Idee – meinte sofort „Aber klar! Das geht.“ Und so haben wir uns an die Vorbereitung gemacht.
Spiellust: Die Idee wurde in Brzeg offensichtlich gut aufgenommen – wie seid ihr denn an diesen schönen Saal gekommen?
Beata & Krzysztof: Wir haben das Projekt im Oktober dem Bürgermeister vorgestellt, der das Spiele-Festival für eine sehr gute Idee hielt – zum einen, um den Bürgern der Stadt zu zeigen, was es für tolle Brettspiele gibt, zum anderen aber auch, um Gäste nach Brzeg zu locken und das Spielefest somit als Werbung für die Stadt zu nutzen. Damit stand dann auch fest, dass wir den Stropowa-Saal nutzen durften, denn wenn das Rathaus schon einen so schönen Raum zu bieten hat, muss man ihn auch zeigen.
Spiellust: Wer hat euch sonst noch bei der Organisation der Veranstaltung unterstützt?
Beata & Krzysztof: Vor allem der Club „Koloseum“ aus Breslau, der sich durch Gratislavia bereits mit solchen Projekten auskennt. Die Club-Mitglieder stehen hier ebenfalls als Spieleerklärer bereit (erkennbar an den blauen T-Shirts).
Außerdem haben wir sehr positive Reaktionen von den Verlagen erhalten, die uns eine Reihe von Spielen als Preise zur Verfügung gestellt haben. Der Granna-Verlag bat dazu um die Ausrichtung eines Blokus-Turniers, welches wir neben anderen Turnieren an den beiden Veranstaltungstagen durchführen.
Offiziell war der Spielesaal am Samstag bis 20 Uhr geöffnet, doch zog ein Teil der passionierten Spieler im Anschluss daran noch in den Rathauskeller und spielte bis 22 Uhr im Restaurant weiter, welches übrigens extra für die Besucher des Spielefestes ein kostengünstiges Menü bereitstellte.
Zusammengefasst lässt sich sagen, dass der Besuch in Brzeg sich rundrum gelohnt hat. Angenehmes Ambiente, gute Stimmung, viele sympathische Besucher und natürlich Spiele, Spiele, Spiele... es steht zu hoffen, dass sich das Spiele-Festival in Brzeg auch zu einer festen Einrichtung im polnischen Spiele-Kalender werden wird.



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