Von grünen Weiden zum kargen Wüstensand. Bei Mozaika geht es einmal nicht um Tiere (obwohl immerhin ein paar Fliegen auftauchen), sondern darum, möglichst harmonische (und somit gewinnbringende) Mosaiken zu legen.Mozaika kommt in der gleichen Schachtelgröße wie Wypas, Táin und Mustang daher, führt aber wie gesagt auf keine Weiden, sondern nach Ägypten zu Zeiten Cäsars und Kleopatras, die beide in der Vorgeschichte Erwähnung finden. Cäsar soll für die ägyptische Herrscherin ein Mosaik zusammenlegen, eine Aufgabe, die er jedoch an Marcus Antonius delegiert. Somit ist dann auch dieser auf dem Cover abgebildet (und erinnert ein wenig an Reiner Knizia) – über einem Mosaik brütend, die Pyramiden und eine Kamel-Karawane im Hintergrund.
Dieselbe Aufgabe, die Antonius zu lösen versucht, ist auch den Spielern von Mozaika gestellt. Auf einer 4x4 Felder umfassenden Tafel sollen Mosaikkärtchen so platziert werden, dass sie ein möglichst harmonisches Muster ergeben – bzw. dass „sich keine Fliege darauf zu setzen getraut“. Letzteres ist eine polnische Redewendung, die wörtlich ins Deutsche übersetzt worden ist, da die Fliege aus der Redensart Teil des Spiels ist. Sinngemäß übersetzt bedeutet „że mucha nie siada“, dass eine Sache so gut gemacht ist, dass man keinerlei Einwände dagegen vorbringen kann. Die Fliegen fallen im Spielverlauf über die „Geizkragen“ her, die ihre Groschen lieber horten, anstatt sie in der Versteigerung der zum Verlegen benötigten Mosaikplättchen einzusetzen. Groschen ist hier übrigens wörtlich gemeint, denn anstelle von Spielgeld wartet Mozaika mit echten polnischen 2-Grosze-Münzen auf. Insgesamt 60 Stück, d.h. beim Kauf von Mozaika gibt es auf jeden Fall Geld zurück - und sollte jemand meinen, mit echtem Geld spiele man nicht, kann er sie jederzeit durch Spielchips ersetzen und die 1,20 Zloty in eine Fliegenklatsche investieren… ;-)
Spielmaterial
Neben den 60 Münzen gibt es die Spielpläne, auf denen man sein Mosaik legt und die am Spielende erworbenen Siegpunkte markiert, außerdem 16 Fliegenmarker, einen Beutel und insgesamt 120 Mosaik-Plättchen. 12 davon sind als Reserve gedacht und werden – solange man keine Plättchen verschlampt – erst einmal nicht benötigt. Die restlichen 108 Plättchen sind auf der Rückseite mit je 3, 4 oder 5 römischen Helmen versehen, wodurch gekennzeichnet ist, mit wie viel Kärtchen jeweils im 3-, 4- und 5-Personenspiel gespielt wird. D.h. am Anfang jeder Runde muss zunächst einmal sortiert werden – es empfiehlt sich daher, gerade wenn man oft in derselben Besetzung von z.B. 4 Personen spielt – die einzelnen Plättchen nach Rückseiten sortiert in Tütchen o.ä. aufzubewahren, um dann schneller loslegen zu können.
Neben dem genannten Spielmaterial finden sich auch in diesem Spiel drei Anleitung in den Sprachen Polnisch, Deutsch und Englisch, wobei das Spiel an sich sprachunabhängig ist.

Spielablauf
Jeder Spieler beginnt das Spiel mit einem leeren Spielplan, 10 Münzen und 4 zufällig aus dem Beutel gezogenen Mosaikplättchen. Die Plättchen gibt es in vier verschiedenen Farben (rot, gelb, grün und blau) mit drei verschiedenen Symbolen (Kugel, Sechseck, Stern). Dann wird in Runden gespielt, wobei jede Runde aus fünf Phasen besteht: 1. Auslosen neuer Mosaikplättchen, 2. ihre Versteigerung, 3. eine Fliege für den Geizkragen, 4. Einsetzen der Plättchen und Kassieren der Belohnung, 5. Startspielerwechsel.
Die allererste Runde beginnt jedoch mit Phase 4, d.h. man wählt eines seiner 4 Mosaikplättchen aus und setzt es an beliebiger Stelle auf seinen Spielplan. Die Fliegen tauchen auch nicht sofort auf, nur in der Runde zu fünft erhält der Spieler, der bei der Versteigerung am wenigsten bietet, schon in der zweiten Runde eine Fliege, die er auf einem seiner bereits verlegten Plättchen platzieren muss, bei vier Spielern, surrt die erste Fliege in Runde 3 an, bei drei Spielern erst in der vierten. Die Belohnung für ein ausgelegtes Plättchen richtet sich danach, wie gut es mit benachbarten Plättchen harmoniert – so gibt es für jedes angrenzende Plättchen der gleichen Farbe oder mit dem gleichen Symbol je eine Münze; zwei Münzen erhält man für jedes Plättchen, das an das neu gelegte grenzt und sowohl in Symbol als auch Farbe identisch ist. Wenn es darum geht, wann es kein Geld gibt, ist die deutsche Übersetzung im Gegensatz zur englischen und polnischen etwas unklar formuliert: „Wenn ein benachbartes Mosaikkärtchen eine andere Farbe oder ein anderes Symbol hat, gibt es keine Belohnung“ müsste eigentlich heißen „Wenn ein benachbartes Mosaikkärtchen weder die gleiche Farbe noch das gleiche Symbol hat, gibt es keine Belohnung.“ Aber da diese Regel eigentlich logisch aus dem in der Anleitung Vorangegangenen folgt, sollte die ungenaue Formulierung kein Hindernis für einen reibungslosen Spielablauf darstellen.
Nach dem Kassieren der Münzen, die für die nächste Versteigerung benötigt werden, muss gewöhnlich der Spieler, der in dieser Runde am wenigsten Geld geboten hat, noch die Fliege platzieren, die ihm zugeflogen ist, dann wechselt der Startspieler, und eine neue Runde beginnt.
Die Fliegen bringen am Ende, wenn für das fertige Mosaik Punkte verteilt werden, Abzüge, und da in diesem Spiel gewinnt, wer die höchste Punktzahl erreicht, ist Geiz eher schädlich. Sparsamkeit zahlt sich aber dennoch aus, denn wer am Ende des Spiels (nach 16 Runden, wenn alle Felder der Spielpläne gefüllt sind), noch Geld besitzt, erhält pro 5 Münzen einen Siegpunkt, den er auf der Leiste neben dem Mosaikfeld markiert.
Dass es sich bei dem Steinchen oder Scherben, die neben dem Spielfeld abgebildet sind und römische Ziffern tragen, um eine Zählleiste handelt, fiel dem Großteil unserer vierköpfigen Testrunde erst einmal gar nicht auf – zumal ihre einzelnen Felder nicht miteinander verbunden sind. Einen eigenen Marker dafür gibt es außerdem auch nicht, so dass sich die Zweckentfremdung einer noch im Vorrat liegenden Fliege oder einer Münze empfiehlt. Da nur einmal, nämlich am Spielende Punkte gezählt werden (während des Spiels sammelt man Geld, um weitere Mosaikplättchen erwerben zu können – keine Punkte), ist diese Zählleiste vermutlich ohnehin nur als Gedächtnisstütze gedacht, denn theoretisch lässt sich die Summe natürlich auch im Kopf zusammenzählen.
Außer für das verbliebene Geld werden die Reihen und Quadrate aus gleichen Farben und/oder Symbolen mit 2 oder 4 Siegpunkten belohnt (4 Punkte jeweils, wenn Farbe und Symbol auf allen vier beteiligten Plättchen gleich sind). Fliegen, die sich auf Plättchen innerhalb einer solchen Form befinden, bringen jeweils 1 Punkt Abzug (wobei man aber nie in den Minusbereich zählt). Bonuspunkte gibt es außerdem für symmetrische Anordnungen der Plättchen, bei denen aber Farbe und Symbol identisch sein müssen. Dies ist nicht so leicht zu erreichen, bringt dafür aber je nach Art der Symmetrie 8 oder 12 Punkte. Die Anleitung weist relativ viele hilfreiche Beispielbilder auf, welche die verschiedenen Arten, Siegpunkte zu ergattern, verdeutlichen.
Es erfordert ein bisschen Planung, wenn man sich zum Ziel setzt, auf eine Symmetrie hinzuarbeiten, denn da es im 4-Personenspiel jeweils nur sieben identische Plättchen (übereinstimmend in Farbe und Symbol) gibt, kann man z.B. keine Reihen aus 4 identischen Plättchen legen (die am Ende 4 Punkte bringen), wenn man das gleiche auf der gegenüberliegenden Seite wiederholen möchte. Außerdem muss möglichst jede Runde so angelegt werden, dass auch Geld in die Kasse kommt, damit man auch bei der nächsten Versteigerung mithalten und ein passendes Plättchen ersteigern kann und keine Fliege erhält. D.h. wenn man ein Plättchen in die rechte obere Ecke des Spielplans legt und ein identisches in die linke obere Ecke, gibt es dafür kein Geld – legt man es hingegen direkt neben das erste Plättchen, so bringt es 2 Münzen ein, was natürlich verlockend ist.
Mögliche Strategien sind etwa zu versuchen, möglichst nur Plättchen von einer Farbe oder mit einem bestimmten Symbol zu sammeln, doch spielt hierbei natürlich auch wieder das Losglück eine Rolle… was zieht der Startspieler zur Versteigerung aus dem Beutel, und habe ich genug Geld geboten, um als einer der ersten Spieler an der Reihe zu sein und das gewünschte Plättchen zu nehmen?

Fazit
Wir haben Mozaika in einer Runde mit Gelegenheitsspielern ausprobiert, was an sich sehr gut lief, obgleich einige Mitspieler zunächst Schwierigkeiten hatten, die Symbole auf den Mosaik-Plättchen klar zu unterscheiden. Es stimmt schon, dass diese nicht besonders hervorstechen (vermutlich um den optischen Gesamteindruck der Mosaike am Spielende nicht zu beeinträchtigen), doch sind es nur drei verschiedene, und man gewöhnt sich eigentlich schnell an deren Kennzeichnung. Insgesamt war man sich einig, dass die Spielregel nicht allzu kompliziert sei, man also ziemlich rasch ins Spiel einsteigen könne, aber dass es sicher noch einiges mehr an Tiefe besitze, als man im ersten Drauflosspielen realisiere. Damit bietet Mozaika sowohl Planern als auch Glückspilzen Spielspaß – gezieltes Abwarten und Herauspicken von ganz bestimmten Plättchen oder flexibles Reagieren auf das aktuelle Angebot … beides ist möglich. Gewonnen hat in unserer Testrunde übrigens einer der Gelegenheitsspieler, der sich auf zwei Farben konzentriert hatte. Seine Begründung für den Sieg lautete allerdings anders: Mit Fließen legen kenne er sich aus.
Der Beschreibung auf der Schachtelrückseite „Ein schnelles und packendes Familienspiel“ kann ich nur zustimmen, wobei ich denke, dass auch Vielspieler ihren Spaß an Mozaika haben werden, wenngleich es sicher nicht das Hauptspiel eines Spieleabends sein wird. Doch zum Auf- oder Abwärmen vor bzw. nach einem großen Spiel ist es mehr als nur geeignet. Gelegenheitsspieler oder Familien nehmen es sicher auch gerne wieder aus dem Regal, denn es vereint schöne Mechanismen mit ansprechendem Design. Versteigerung und Sammeln sind bekannte und beliebte Prinzipien, dazu kommt die Überlegung, wie man seine Plättchen am harmonischsten platziert und wie sie den höchstmöglichen Geldgewinn während des Spiels und Punktegewinn am Spielende bringen. Außerdem bringt der Ärgerfaktor der Fliegen weitere Dynamik ins Spiel – biete ich genug, sitze ich am weitesten vom Startspieler entfernt? Wenn ja, bekomme ich auch bei Gleichstand die Fliege, also muss ich diese Runde mehr bieten… usw.
Die Regeln sind schnell begriffen und die Auswertung klar erläutert. Nur sollte man sich beim Auszählen der Siegpunkte ein festes System überlegen (z.B. erst alle senkrechten Reihen, dann alle waagerechten etc.), da es sonst schnell unübersichtlich wird. In dieser Hinsicht ist auch die Zählleiste hilfreich, da man so nur im Kopf behalten muss, welche Strukturen man bereits gewertet, nicht aber wie viele Punkte man dafür erhalten hat.
Insgesamt halte ich Mozaika für ein sehr schönes Spiel, und es bleibt zu hoffen, dass viele weitere Spieler der Meinung sein werden, dass Mozaika so gut gelungen ist, dass sich keine Fliege darauf zu setzen getraut.
Spiellust-Punktometer
Gesamtnote: 8/10
Strategie /Taktik: 5/10
Glücksfaktor: 5/10
Interaktion: 6/10
Material: 8/10
Preis-Leistungs-Verhältnis: 9/10
Spielinfos:
Titel: Mozaika
Spielerzahl: 3 - 5
Alter: ab 10
Spieldauer: 30-45 min
Verleger: Kuźnia Gier
Autoren: Adam Kałuża
Spielregel: polnisch, deutsch, englisch
Spielmaterial:
* 120 Mosaikplättchen
* 5 Spielpläne
* 60 Münzen
* 16 Fliegenmarker (aus Holz)
* 1 Beutel
* Spielregeln in drei Sprachen
Dieselbe Aufgabe, die Antonius zu lösen versucht, ist auch den Spielern von Mozaika gestellt. Auf einer 4x4 Felder umfassenden Tafel sollen Mosaikkärtchen so platziert werden, dass sie ein möglichst harmonisches Muster ergeben – bzw. dass „sich keine Fliege darauf zu setzen getraut“. Letzteres ist eine polnische Redewendung, die wörtlich ins Deutsche übersetzt worden ist, da die Fliege aus der Redensart Teil des Spiels ist. Sinngemäß übersetzt bedeutet „że mucha nie siada“, dass eine Sache so gut gemacht ist, dass man keinerlei Einwände dagegen vorbringen kann. Die Fliegen fallen im Spielverlauf über die „Geizkragen“ her, die ihre Groschen lieber horten, anstatt sie in der Versteigerung der zum Verlegen benötigten Mosaikplättchen einzusetzen. Groschen ist hier übrigens wörtlich gemeint, denn anstelle von Spielgeld wartet Mozaika mit echten polnischen 2-Grosze-Münzen auf. Insgesamt 60 Stück, d.h. beim Kauf von Mozaika gibt es auf jeden Fall Geld zurück - und sollte jemand meinen, mit echtem Geld spiele man nicht, kann er sie jederzeit durch Spielchips ersetzen und die 1,20 Zloty in eine Fliegenklatsche investieren… ;-)
Spielmaterial
Neben den 60 Münzen gibt es die Spielpläne, auf denen man sein Mosaik legt und die am Spielende erworbenen Siegpunkte markiert, außerdem 16 Fliegenmarker, einen Beutel und insgesamt 120 Mosaik-Plättchen. 12 davon sind als Reserve gedacht und werden – solange man keine Plättchen verschlampt – erst einmal nicht benötigt. Die restlichen 108 Plättchen sind auf der Rückseite mit je 3, 4 oder 5 römischen Helmen versehen, wodurch gekennzeichnet ist, mit wie viel Kärtchen jeweils im 3-, 4- und 5-Personenspiel gespielt wird. D.h. am Anfang jeder Runde muss zunächst einmal sortiert werden – es empfiehlt sich daher, gerade wenn man oft in derselben Besetzung von z.B. 4 Personen spielt – die einzelnen Plättchen nach Rückseiten sortiert in Tütchen o.ä. aufzubewahren, um dann schneller loslegen zu können.
Neben dem genannten Spielmaterial finden sich auch in diesem Spiel drei Anleitung in den Sprachen Polnisch, Deutsch und Englisch, wobei das Spiel an sich sprachunabhängig ist.

Spielablauf
Jeder Spieler beginnt das Spiel mit einem leeren Spielplan, 10 Münzen und 4 zufällig aus dem Beutel gezogenen Mosaikplättchen. Die Plättchen gibt es in vier verschiedenen Farben (rot, gelb, grün und blau) mit drei verschiedenen Symbolen (Kugel, Sechseck, Stern). Dann wird in Runden gespielt, wobei jede Runde aus fünf Phasen besteht: 1. Auslosen neuer Mosaikplättchen, 2. ihre Versteigerung, 3. eine Fliege für den Geizkragen, 4. Einsetzen der Plättchen und Kassieren der Belohnung, 5. Startspielerwechsel.
Die allererste Runde beginnt jedoch mit Phase 4, d.h. man wählt eines seiner 4 Mosaikplättchen aus und setzt es an beliebiger Stelle auf seinen Spielplan. Die Fliegen tauchen auch nicht sofort auf, nur in der Runde zu fünft erhält der Spieler, der bei der Versteigerung am wenigsten bietet, schon in der zweiten Runde eine Fliege, die er auf einem seiner bereits verlegten Plättchen platzieren muss, bei vier Spielern, surrt die erste Fliege in Runde 3 an, bei drei Spielern erst in der vierten. Die Belohnung für ein ausgelegtes Plättchen richtet sich danach, wie gut es mit benachbarten Plättchen harmoniert – so gibt es für jedes angrenzende Plättchen der gleichen Farbe oder mit dem gleichen Symbol je eine Münze; zwei Münzen erhält man für jedes Plättchen, das an das neu gelegte grenzt und sowohl in Symbol als auch Farbe identisch ist. Wenn es darum geht, wann es kein Geld gibt, ist die deutsche Übersetzung im Gegensatz zur englischen und polnischen etwas unklar formuliert: „Wenn ein benachbartes Mosaikkärtchen eine andere Farbe oder ein anderes Symbol hat, gibt es keine Belohnung“ müsste eigentlich heißen „Wenn ein benachbartes Mosaikkärtchen weder die gleiche Farbe noch das gleiche Symbol hat, gibt es keine Belohnung.“ Aber da diese Regel eigentlich logisch aus dem in der Anleitung Vorangegangenen folgt, sollte die ungenaue Formulierung kein Hindernis für einen reibungslosen Spielablauf darstellen.
Nach dem Kassieren der Münzen, die für die nächste Versteigerung benötigt werden, muss gewöhnlich der Spieler, der in dieser Runde am wenigsten Geld geboten hat, noch die Fliege platzieren, die ihm zugeflogen ist, dann wechselt der Startspieler, und eine neue Runde beginnt.
Die Fliegen bringen am Ende, wenn für das fertige Mosaik Punkte verteilt werden, Abzüge, und da in diesem Spiel gewinnt, wer die höchste Punktzahl erreicht, ist Geiz eher schädlich. Sparsamkeit zahlt sich aber dennoch aus, denn wer am Ende des Spiels (nach 16 Runden, wenn alle Felder der Spielpläne gefüllt sind), noch Geld besitzt, erhält pro 5 Münzen einen Siegpunkt, den er auf der Leiste neben dem Mosaikfeld markiert.
Dass es sich bei dem Steinchen oder Scherben, die neben dem Spielfeld abgebildet sind und römische Ziffern tragen, um eine Zählleiste handelt, fiel dem Großteil unserer vierköpfigen Testrunde erst einmal gar nicht auf – zumal ihre einzelnen Felder nicht miteinander verbunden sind. Einen eigenen Marker dafür gibt es außerdem auch nicht, so dass sich die Zweckentfremdung einer noch im Vorrat liegenden Fliege oder einer Münze empfiehlt. Da nur einmal, nämlich am Spielende Punkte gezählt werden (während des Spiels sammelt man Geld, um weitere Mosaikplättchen erwerben zu können – keine Punkte), ist diese Zählleiste vermutlich ohnehin nur als Gedächtnisstütze gedacht, denn theoretisch lässt sich die Summe natürlich auch im Kopf zusammenzählen.
Außer für das verbliebene Geld werden die Reihen und Quadrate aus gleichen Farben und/oder Symbolen mit 2 oder 4 Siegpunkten belohnt (4 Punkte jeweils, wenn Farbe und Symbol auf allen vier beteiligten Plättchen gleich sind). Fliegen, die sich auf Plättchen innerhalb einer solchen Form befinden, bringen jeweils 1 Punkt Abzug (wobei man aber nie in den Minusbereich zählt). Bonuspunkte gibt es außerdem für symmetrische Anordnungen der Plättchen, bei denen aber Farbe und Symbol identisch sein müssen. Dies ist nicht so leicht zu erreichen, bringt dafür aber je nach Art der Symmetrie 8 oder 12 Punkte. Die Anleitung weist relativ viele hilfreiche Beispielbilder auf, welche die verschiedenen Arten, Siegpunkte zu ergattern, verdeutlichen.
Es erfordert ein bisschen Planung, wenn man sich zum Ziel setzt, auf eine Symmetrie hinzuarbeiten, denn da es im 4-Personenspiel jeweils nur sieben identische Plättchen (übereinstimmend in Farbe und Symbol) gibt, kann man z.B. keine Reihen aus 4 identischen Plättchen legen (die am Ende 4 Punkte bringen), wenn man das gleiche auf der gegenüberliegenden Seite wiederholen möchte. Außerdem muss möglichst jede Runde so angelegt werden, dass auch Geld in die Kasse kommt, damit man auch bei der nächsten Versteigerung mithalten und ein passendes Plättchen ersteigern kann und keine Fliege erhält. D.h. wenn man ein Plättchen in die rechte obere Ecke des Spielplans legt und ein identisches in die linke obere Ecke, gibt es dafür kein Geld – legt man es hingegen direkt neben das erste Plättchen, so bringt es 2 Münzen ein, was natürlich verlockend ist.
Mögliche Strategien sind etwa zu versuchen, möglichst nur Plättchen von einer Farbe oder mit einem bestimmten Symbol zu sammeln, doch spielt hierbei natürlich auch wieder das Losglück eine Rolle… was zieht der Startspieler zur Versteigerung aus dem Beutel, und habe ich genug Geld geboten, um als einer der ersten Spieler an der Reihe zu sein und das gewünschte Plättchen zu nehmen?

Fazit
Wir haben Mozaika in einer Runde mit Gelegenheitsspielern ausprobiert, was an sich sehr gut lief, obgleich einige Mitspieler zunächst Schwierigkeiten hatten, die Symbole auf den Mosaik-Plättchen klar zu unterscheiden. Es stimmt schon, dass diese nicht besonders hervorstechen (vermutlich um den optischen Gesamteindruck der Mosaike am Spielende nicht zu beeinträchtigen), doch sind es nur drei verschiedene, und man gewöhnt sich eigentlich schnell an deren Kennzeichnung. Insgesamt war man sich einig, dass die Spielregel nicht allzu kompliziert sei, man also ziemlich rasch ins Spiel einsteigen könne, aber dass es sicher noch einiges mehr an Tiefe besitze, als man im ersten Drauflosspielen realisiere. Damit bietet Mozaika sowohl Planern als auch Glückspilzen Spielspaß – gezieltes Abwarten und Herauspicken von ganz bestimmten Plättchen oder flexibles Reagieren auf das aktuelle Angebot … beides ist möglich. Gewonnen hat in unserer Testrunde übrigens einer der Gelegenheitsspieler, der sich auf zwei Farben konzentriert hatte. Seine Begründung für den Sieg lautete allerdings anders: Mit Fließen legen kenne er sich aus.
Der Beschreibung auf der Schachtelrückseite „Ein schnelles und packendes Familienspiel“ kann ich nur zustimmen, wobei ich denke, dass auch Vielspieler ihren Spaß an Mozaika haben werden, wenngleich es sicher nicht das Hauptspiel eines Spieleabends sein wird. Doch zum Auf- oder Abwärmen vor bzw. nach einem großen Spiel ist es mehr als nur geeignet. Gelegenheitsspieler oder Familien nehmen es sicher auch gerne wieder aus dem Regal, denn es vereint schöne Mechanismen mit ansprechendem Design. Versteigerung und Sammeln sind bekannte und beliebte Prinzipien, dazu kommt die Überlegung, wie man seine Plättchen am harmonischsten platziert und wie sie den höchstmöglichen Geldgewinn während des Spiels und Punktegewinn am Spielende bringen. Außerdem bringt der Ärgerfaktor der Fliegen weitere Dynamik ins Spiel – biete ich genug, sitze ich am weitesten vom Startspieler entfernt? Wenn ja, bekomme ich auch bei Gleichstand die Fliege, also muss ich diese Runde mehr bieten… usw.
Die Regeln sind schnell begriffen und die Auswertung klar erläutert. Nur sollte man sich beim Auszählen der Siegpunkte ein festes System überlegen (z.B. erst alle senkrechten Reihen, dann alle waagerechten etc.), da es sonst schnell unübersichtlich wird. In dieser Hinsicht ist auch die Zählleiste hilfreich, da man so nur im Kopf behalten muss, welche Strukturen man bereits gewertet, nicht aber wie viele Punkte man dafür erhalten hat.
Insgesamt halte ich Mozaika für ein sehr schönes Spiel, und es bleibt zu hoffen, dass viele weitere Spieler der Meinung sein werden, dass Mozaika so gut gelungen ist, dass sich keine Fliege darauf zu setzen getraut.
Spiellust-Punktometer
Gesamtnote: 8/10
Strategie /Taktik: 5/10
Glücksfaktor: 5/10
Interaktion: 6/10
Material: 8/10
Preis-Leistungs-Verhältnis: 9/10
Spielinfos:
Titel: Mozaika
Spielerzahl: 3 - 5
Alter: ab 10
Spieldauer: 30-45 min
Verleger: Kuźnia Gier
Autoren: Adam Kałuża
Spielregel: polnisch, deutsch, englisch
Spielmaterial:
* 120 Mosaikplättchen
* 5 Spielpläne
* 60 Münzen
* 16 Fliegenmarker (aus Holz)
* 1 Beutel
* Spielregeln in drei Sprachen
Résumé recenzji [zobacz też co o Mozaice sądzi pomimo]W swojej recenzji relacjonuje Kinjiro wrażenia z gry w towarzystwie graczy przeważnie niedzielnych. Mozaika to - według niej i jej współgraczy - gra z prostymi zasadami dającymi się szybko wytłumaczyć, a jednocześnie bardziej złożona i głębsza, niż mogłoby się wydawać przy pierwszym kontakcie. Mozaika spodobać się powinna zarówno graczom lubiącym planować, jak też tym, którzy lubią gry z elementem losowym. Możliwe jest tutaj zarówno zbieranie kafelków mozaiki według ustalonego z góry planu, a także elastyczne reagowanie na pojawiające się w licytacjach oferty. Sloganowi z pudełka reklamującemu Mozaikę jako grę szybką i porywajacą jest Kinjiro skłonna przytaknąć, jednak w gronie bardziej doświadczonych graczy ta gra nie stanie się raczej głównym daniem wieczoru. Graczom niedzielnym i rodzinom gra spodobać się może głównie dzięki udanemu połączeniu sprawdzonych mechanizmów: licytacji i kompletowaniu wzorów, poszerzonych o konieczność wyważenia między zdobywaniem pieniędzy na kolejne licytacje w ciągu gry i dążeniem do osiągnięcia jak największej liczby punktów na jej końcu. Sympatycznym i dynamizującym zabawę elementem są znaczniki much. Niewygodne wydaje się tylko samo końcowe podliczanie punktów, dlatego Kinjiro poleca przyjęcie jakiejś sztywno ustalonej kolejności, np. najpierw linie pionowe, potem poziome, potem kwadraty itd. W recenzji pojawiają się też uwagi mniej lub bardziej krytyczne: Niewystarczająco zróżnicowane i wymagające przyzwyczajania się są grafiki na poszczególnych rodzajach żetonów. Wykorzystanie w grze prawdziwych pieniędzy wypomina Kinjiro żartem: "Kto jest zdania, że prawdziwymi pieniędzmi się nie gra, ten może sobie zawsze zastąpić je innymi znacznikami, a zaoszczędzone w ten sposób 1,20 PLN zainwestować w packę na muchy. " Nieczytelna i trochę nie-wiadomo-skąd jest listwa punktacji znajdująca się na planszach graczy. Grając Kinjiro i jej współgracze nie od razu zorientowali się, że te graficzki z rzymskimi cyframi mają jakąś konkretną funkcję, tym bardziej, że nie tworzą całości, a tor punktacji nie został wspomniany w instrukcji. Nie ma też w pudełku osobnego znacznika punktacji. W samej instrukcji pojawił się mały błąd w tłumaczeniu. W zdaniu dotyczącym obliczania zapłaty za dołożony na planszy gracza żeton brakuje odpowiednika polskiego "ani", przez co zdanie brzmi tak: "Jeśli sąsiedni zeton ma inny symbol albo inny kolor, gracz nie dostaje zapłaty". Podczas gdy intencją autora było, aby gracz nie otrzymywał zapłaty jedynie w przypadku, gdy żeton zupełnie nie pasuje do sąsiednich, tłumaczenie diametralnie zmienia regułę. Co prawda zdaniem Kinjiro nie psuje to gry, bo prawidłowa lektura i interpretacja tej reguły wynika z ogólnych zasad, jednak ja od siebie poleciłbym dodanie do gry małej erraty. Mimo tych kilku potknięć wydawnictwa, gra - jako całość - broni się i zdecydowanie podoba, o czym świadczy też ocena punktowa wystawiona przez recenzentkę. |



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